Ein Nachweis, der seit ca. drei Jahren in der
Praxis erprobt ist und sich bewährt hat. Er hat schon vielen jungen
Menschen bei ihrer Bewerbung geholfen. Dabei handelt es sich um
Bewerbungen für Ausbildungsplätze in der Industrie und im Handwerk,
für Arbeitsplätze oder für ein
Praktikum, eine Qualifizierung usw.
Aber der Kompetenznachweis Kultur ist nicht nur
ein Blatt, das ein Theaterleiter unterschreibt. Derjenige, der den Nachweis überreicht bekommen möchte, muss sich selbst
aktiv daran beteiligen. Er muss es wollen und mitarbeiten, z.B.
während einer Inszenierung eines Stückes oder Programms.
In diesem Nachweis werden, wie der Name schon
sagt,
Kompetenzen beschrieben, die dich während der Arbeit an einem
Projekt auszeichnen. Es werden keine Noten verteilt wie in der
Schule, sondern Stärken hervorgehoben.
Der Kompetenznachweis Kultur ist der Nachweis von
Schlüsselkompetenzen durch kulturelle Jugendbildung. Auch aktive Theaterarbeit, ob als Darsteller, Techniker, Masken- oder
Kostümbildner, ist Bildungsarbeit. Denn man
lernt etwas. Vielleicht auch für den Traumberuf, aber in erster
Linie für das Leben. Es werden Fähigkeiten entwickelt, die in allen
Lebensbereichen nützlich sind.
Der Kompetenznachweis dokumentiert beides. Das
künstlerisch-kreative Tun ebenso wie die hierbei erworbenen
Schlüsselkompetenzen.
Was sind Schlüsselkompetenzen? Sie werden
unterteilt in
-
Selbstkompetenzen wie Selbstbewusstsein,
Eigeninitiative und Belastbarkeit
-
Sozialkompetenzen wie Einfühlungsvermögen und
Kommunikationsfähigkeit
-
Methodenkompetenzen wie Organisations- und
Lernfähigkeit
-
Künstlerische Kompetenzen wie Wahrnehmung,
Ausdrucksfähigkeit und Fantasie
-
Kulturelle Kompetenzen wie Toleranz und
kulturelle Identität.
Auf jeden von Euch treffen schon viele dieser
Fähigkeiten zu, es gilt nur noch sie nachzuweisen. Dafür gibt es ein
schrittweises Nachweisverfahren, das zu durchlaufen ist.
-
Anforderungen werden von dem Leiter des
Projektes erfasst, die erfüllt werden sollen
-
sowohl der Leiter als auch du selbst
beobachtet dich bei bspw. Inszenierungsarbeiten und macht euch
Notizen
-
gemeinsame Gespräche über die Beobachtungen
-
gemeinsame Beschreibung der erlangten
Kompetenzen
Alles ist freiwillig, man hat das Ergebnis selbst
in der Hand.
Der Lohn für die Arbeit und Mühe ist eine Mappe von der
Bundesvereinigung für Kulturelle Jugendbildung (BKJ). Diese enthält
das Zertifikat, das auf zwei Seiten die Aktivitäten und besonderen Stärken beschreibt.
Die Mappe bietet außerdem Platz für weitere Zeugnissen
künstlerischer Arbeit, z.B. Fotos, Programmhefte, Flyer des Stückes
oder Texte.
Personalverantwortliche können sich dann durch
den Nachweis ein Bild von den Stärken und Kenntnissen eines
Bewerbers machen.
Du musst entscheiden, ob Du diese Chance nutzen
möchtest.