Wilder Panther, Keks!

Nach dem Erfolg des Stückes "Spiel der Götter oder Spiel mit AIDS" nun "Wilder Panther, Keks!"

Günter Jankowiak gelingt es, die als existentiell empfundenen Alltagsprobleme Jugendlicher ernst zu nehmen und doch mittels wunderbar schräger Situationen zu entkrampfen. Hier ist kein Platz für Rührseligkeit, kollektive Depression und  Selbstmitleid. Was bleibt, ist eine ebenso anrührende wie urkomische, immer aber wahrhaftige Auseinandersetzung mit all den menschlichen Hoffnungen und Sehnsüchten, ob nach Liebe, Freundschaft, Geborgenheit oder Anerkennung.

 

Zum Stück

Max ist am Ende. Die Eltern sind sauer, weil er von der Schule geflogen ist, und Jessica, seine erste große Liebe, will nichts mehr von ihm wissen. Das Elend lauert hinter jeder Ecke. Schön ist die Jugend? Von wegen. Das Leben schmeckt für Max nach Hölle. Darum dröhnt er sich zu mit einem Mix aus Pillen und Alkohol und landet prompt im Himmel vor munteren Engeln. Von Langeweile ist über den Wolken nichts zu spüren. Jimi Hendrix mischt die Schalmeiengruppe auf und die weibliche Engelsschar ist an der neuesten Schminktechnik mehr als nur interessiert. Doch schließlich besinnt sich der himmlische Hilfstrupp auf seine eigentliche Bestimmung. Max soll geholfen werden. Er muss sich entscheiden, ob er was mit seinem Leben anfangen will oder es einfach so wegwirft.
Eines aber kann Max von nun an gewiss nicht mehr: im Selbstmitleid ersaufen und das Opferlamm mimen. Denn Max vermag sich vielleicht selbst zu betrügen, aber keine Engel. Die sind total genervt von seiner Masche, den wilden Panther zu spielen und dann zu schmollen, wenn er seinen Keks nicht bekommt. Und so erweist sich beim genaueren Hinsehen das Leben als gar nicht so übel und (fast) jedes Problem als lösbar, wenn es nur richtig angepackt wird.